Werkbeschreibung

Oberrealschule für Mädchen Caspar-Voght-Straße

Der viergeschossige Haupttrakt des flachgedeckten Gebäudekomplexes beherbergt 22 Klassen, die beiderseits eines Mittelflurs angeordnet sind. Seine Fassade zur Straßenseite zeigt regelmäßig aneinandergereihte Fenster, aus deren Anordnung die Klasseneinheiten nicht abgelesen werden können-ein Abweichen von Schumachers Gewohnheit, bei seinen Schulen die Fenster jeweils einer Klasse zusammenzufassen. An das Hauptgebäude schließt am Südende der für Schumacher typische Turnhallenanbau mit Aula- und Gymnastiksaal an. In den stumpfen Winkel zwischen den beiden Gebäudeteilen platziert, bildet die Vertikale eines halbellipsenförmigen Treppenhausvorbaus einen wirkungsvollen Kontrast zur horizontalen Betonung der Schulfassade. Ein zweigeschossiger Risalit an der Straßenseite hebt den Haupteingang hervor. Anita Rée malte 1931 in den Gymnastiksaal ein großes Wandbild, und Ervon Bossynyi versah einen keramischen Wandbrunnen 1930 mit einem Fliesenbild.

Die Schule ist heute Sitz des Ballettzentrum Hamburg – John Neumeier.

„The first time I was in this building I knew it was our building. It was beautiful. It was clear. It was without pretention so that it would be a fertile place and a fertile ground for creation.“  John Neumeier, 2013

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Abbildung: cc-by-4.0 Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky

Kategorie


Ort
Hamburg-Hamm, Caspar-Voght-Straße

GLat
GLng
GZoom
10

Baujahr
1929-31

Auftraggeber
Freie und Hansestadt Hamburg

Quellen
Bauwelt 20 (1929), Beilage zu Heft 47, S. 6
Zustand
Werk erhalten
Kategorie
Schlagwörter
Datensatz

302 Oberrealschule für Mädchen Caspar-Voght-Straße

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