Werkbeschreibung

Heute: Fritz-Schumacher-Schule

Die 1919 nach Schumachers Plänen gebaute Kleinsiedlung Langenhorn verfügte lange nur über eine provisorische Schule, die Ende der zwanziger Jahre durch einen Neubau ersetzt werden konnte. Das aus drei um einen Hof gelegten Flügeln bestehende Gebäude nahm zwei verschiedene Schulen mit eigenen Eingängen auf, die in den unteren beiden Geschossen des Mittelbaus durch eine gemeinsame, auch als Versammlungssaal nutzbare Turnhalle getrennt werden. Den mit Rücksicht auf die umliegenden Flachbauten nur dreigeschossigen Klinkerbau versah Schumacher ausnahmsweise mit einem hohen Walmdach, um die große Baumasse in die homogene Dachlandschaft der Siedlung einzupassen. Steildächer wurden ansonsten aus Kostengründen seit 1928 im Hamburger Schulbau vermieden. Ein viertes ausgebautes Geschoss geht in der Dachfläche auf, darüber erhebt sich auf dem First eine kupfergedeckte Plattform für Naturbeobachtungen. Die „Siedlungsschule“ wirkte als kulturelles Zentrum über die Kleinsiedlung hinaus. Sie beherbergte die „Griffelkunst-Vereinigung“ die das Ziel verfolgte, breite Volksschichten mit bildender Kunst in Verbindung zu bringen. Das Wandbild im Gymnastiksaal der Schule malte Otto Thämer 1929.

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Abbildung: cc-by-4.0 Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky

Kategorie


Ort
Hamburg-Langenhorn, Wördenmoorweg

GLat
GLng
GZoom
10

Baujahr
1929-30

Auftraggeber
Freie und Hansestadt Hamburg

Quellen
Hbg. u. s. Bauten 1929/53, S. 74.
Zustand
Werk erhalten
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Schlagwörter
Datensatz

294 Volksschule Langenhorn

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