Werkbeschreibung

Der Bau dieses zur Lagerung schwach gesal­zener Heringe (»Matjes« ) bestimmten Spei­chers war eine staatliche Maßnahme zur Förderung des über Hamburg abgewickelten Fischhandels. Eine Kühlgesellschaft übernahm als Mieterin der Behörde für Strom- und Hafenbau die Bewirtschaftung. Schumacher gestaltete den heute nicht mehr vorhandenen klinkerverblendeten Eisenbetonbau als völlig geschlossenen Kubus, lediglich ein seitlich eingeschobenes Treppenhaus mit verglasten Ecken lockert die Baumasse etwas auf. Den oberen Abschluß bildet ein leicht zurückge­setztes Staffelgeschoß mit umlaufenden Fenstern, hinter denen sich technische Räume befinden. Schumacher beschreibt die tech­nische Aufgabe rückschauend als Herausf or­derung zum Versuch mit der Moderne: »Solch einem gewaltigen Block eine charaktervolle Form zu geben … , schien mir eine wichtige Aufgabe der modernen Architektur … Hier mußte sich der technische Stil, um den die Zeit tapfer rang, allmählich als geschlossenes Bild zeigen, und Hamburgs architektonisch bisher recht stiefmütterlich behandelter Hafen schien mir die Pflicht zu haben, hierbei seinen gebüh­renden Beitrag zu leisten.« (Schumacher: Selbstgespräche, s. u.).

>> link zu Grundrissen und historischen Abbildungen in „Wasmuths Monatshefte für Baukunst“, Band 13 (1929) über „digital.zlb.de“

>> link zu einer Reihe von historischen Fotos (Fotograf: Dransfeld) des Baus über „commons.wikimedia.org“

Kategorie


Ort
Hamburg-Grasbrook, Hübnerkai

GLat
GLng
GZoom
10

Baujahr
1928-29

Auftraggeber
Freie und Hansestadt Hamburg

Quellen
Schumacher: Selbstgespräche,
S. 254f.; Emile Lepointe: Le Frigoritique de Hamburg. In: La Construction moderne 45
(1929/30), Nr. 47, S. 709- 713.
Zustand
Werk erhalten
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Datensatz

278 Heringskühlhaus Grasbrookhafen

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