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260 Gorch-Fock-Halle

Bis zum Bau der Gorch-Fock-Halle gab es im Hamburger Stadtteil Finkenwerder, trotz seiner drei Schulen, keine Räume für sportliche Betätigung. Die Oberschulbehörde beantragte daher den Bau einer Turnhalle. In Zusammenhang mit diesem Bau sollte dem Heimatdichter Gorch Fock (Hans Kienau) ein Denkmal gesetzt werden, wofür ein Ausschuss bereits seit zwei Jahren Geld gesammelt hatte. Schumacher machte 1927 einen ersten Entwurf, der einen langen Mittelbau mit kurzen seitlichen Anbauten an den Kopfenden zeigt. Der entscheidende Unterschied zur ausgeführten Halle ist, dass Schumacher noch ein hohes, leicht geschweiftes Steildach vorsieht. Erst seinen zweiten Entwurf für eine Flachdachhalle mit seitlichen Anbauten legte er der Oberschulbehörde zur Genehmigung vor. Die Halle erhält eine Bühne mit einer Empore und kann für Theateraufführungen genutzt werden. Hinzu kommen unter anderen eine Bücherei, eine Küche und eine Hausmeisterwohnung sowie ein kleines öffentliches Wannenbad. Über dem offenen, säulengestützten Eingangsvorraum steht zur Ehrung des Dichters in großen Buchstaben der Name der Halle. Richard Kuöhl arbeitete die Keramikplastik über der Haupteingangstür, einen Seemann. Auf Vorschlag des Bruders, Rudolf Kienaus, wurden eine Widmung und ein Vers Gorch Focks angefügt. Eduard Bargheer malte 1930 rechts und links der Bühne im Innenraum je ein Wandbild mit segelnden und musizierenden Jugendlichen.

Abbildung: cc-by-4.0 Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky

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Kategorie:



Ort: Hamburg-Finkenwerder, Focksweg/Wriedestraße
GLat: GLng: GZoom: 10


Baujahr:
1927-29


Auftraggeber:
Freie und Hansestadt Hamburg


Quellen:



Datensatz:

260 Gorch-Fock-Halle


Bearbeiter:
Autor


Aktualisierungsdatum:
14.06.2017