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Werkkatalog

209 Wettbewerb zur Bebauung des inneren Rayons

  1. KÖLNER HOCHHAUS-CARNEVAL
    […]
    Zuerst erschien auf turmhohem Wagen ein hochaufrechter Mann in schwarzem Gehrock, der starren Blickes mit dem Fernrohr gen Himmel schaute. Die Masken begrüßten ihn begeistert: „Hoch lebe unser Adenauer! Er sucht die Spitze seines neuen Hochhauses in den Wolken.“ Adenauer dankte mit dem Zylinderhut und sagte zu einer unter ihm stehenden Maske, die Schumacher genannt wurde: „Wo ist mein Hochhaus am Rhein? New York hat schon 2222, Düsseldorf hat schon zwei Hochhäuser, Köln hat erst eins! (Vgl. oben, S. 87) Schnell an die Arbeit!!“
    Schumacher verhielt sich ablehnend: „Der Hochhausgedanke ist in unserer Zeit stark emporgeschossen. Man muß sich vor den literarisch beeinflußten Übertreibungen hüten, die sich an solche Ideen todbringend zu heften pflegen.“ Als der Oberbürgermeister mit hypnotischem Blick drängte, zog sich Schumacher mit einer Verbeugung zurück und erschien unverzüglich mit dem zweiten Wagen, auf dem das Modell seines Hochhausentwurfes (Abb. 5 und 7) stand. Von der obersten Plattform dieses Modells herunter erklärte Schumacher die geradezu unüberwindlichen Schwierigkeiten, die auf dem alten langen „Heumarkt“ (Abb. 2—4) entstanden sind, seitdem die Anfahrt zur großen neuen Hängebrücke diesen Markt plötzlich in der Mitte zerschnitten hat.
    […]
    Als das Geschrei gegen das Hochhaus immer lauter wurde, erklärte Schumacher besänftigend, man könne ja auch ein Hochhaus bauen, das keinen Verkehr bringe. Der Oberbürgermeister ließ darum durch Polizisten nach einem Mann suchen, der verkehrslose Hochhäuser bauen kann und fand den im Saale anwesenden Warenhausbesitzer Tietz, der sich verpflichten mußte, an der gefährlichen Kreuzungsstelle kein neues Warenhaus mit 1500 Angestellten und 30000 Besuchern, sondern ein Verwaltungsgebäude oder ein noch weniger besichtigtes Musterlager in Form eines Hochhauses zu errichten, das nur 250 Benutzer täglich herbeizieht.
    |aus https://digital.zlb.de/viewer/image/14192921_1926_005/11/

  2. Brücke und Hochhaus waren zwar für Köln projektiert, liegen aber nicht im ehemaligen Festungsrayon. Hier ist der „Plan für das Umlegungsgebiet des ehemaligen Festungsrayons der Stadt Köln.“ : https://architekturmuseum.ub.tu-berlin.de/P/152015.php

    Insofern stellt sich die Frage, welche Werknummer Schumachers Wettbewerbsbeitrag eines Hochhauses am Rhein führen soll.

  3. ok, die Hochhausentwürfe am Brückenkopf Deutzer Brücke in Köln werden als FSW 225 gelistet: http://fritzschumacher.de/gesellschaft/werkkatalog/225-wettbewerb-brueckenkopf-deutzer-bruecke/

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Kategorie:



Ort: Köln
GLat: GLng: GZoom: 10


Baujahr:
1919


Auftraggeber:
Stadt Hamburg


Quellen:



Datensatz:

209 Wettbewerb zur Bebauung des inneren Rayons


Bearbeiter:
Autor


Aktualisierungsdatum:
14.06.2017