Werkbeschreibung

Gegenüber dem Lotsenhaus, an der Einmündung des Köhlfleets in die Elbe, wurde auf einer vorspringenden Landzunge ein Jachtclub mit Gästezimmern, Restaurationsbe­trieb, Versammlungsräumen und mehreren Clubräumen gebaut. Gleichzeitig sollte ein Anbau des Gebäudes als Speise- und Kaffee-· halle für Hafenarbeiter dienen, deren Arbeits􀀄 plätze zum großen Teil weit ab von ihren Wohnungen lagen. Das Seglerheim wurde vom Hamburger Staat gebaut und vom »Verein zur Einrichtung von Volkskaffeehallen« bewirt­schaftet. Schumacher entwarf zunächst einen zweigeschossigen Backsteinbau mit Mansard­dächern, bestehend aus einem Mittelbau und zwei im stumpfen Winkel angesetzten kurzen Seitenflügeln, die eine zum Yachthafen offene Terrasse umschließen. Ein Anbau an der Rück­seite sollte die zum Köhlfleet orientierte Speise­halle aufnehmen. Der später ausgeführte Bau ist kleiner und kompakter. Anstelle der langge­streckten dreiflügeligen Anlage gruppieren sich vier Baukörper zu einer Baugruppe mit recht­eckigem Grundriß. Ihr wichtigster Bestandteil sind zwei quer zum Jachthafen gestellte Haupt­häuser, die äußerlich die Form eines norddeut­schen Bauernhauses mit breitem Erdgeschoß und hohem Steildach erhalten. Im Norden, zum Jachthafen, werden die Haupthäuser durch einen Zwischenbau verbunden. Auf der Rückseite zum Köhlfleet schließt ein Saalbau die Baugruppe ab.

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Ort
Hamburg-Waltershof, Jachtweg/Köhlfleethafen

GLat
GLng
GZoom
10

Baujahr
Um 1912

Auftraggeber
Freie und Hansestadt Hamburg

Quellen
Hermann Muthesius: Fritz Schuma­chers Bautätigkeit in Hamburg. In: Die Kunst 20 (1919), Heft 4, S. 107f.
Zustand
Werk erhalten
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Datensatz

138 Seglerheim mit Arbeiterspeisehalle

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