Stammbaum der Familie Fritz Schumacher

Stammbaum (Stand: April 2017)

Die Familie Schumacher: Erläuterungen zum Stammbaum

Die Fritz-Schumacher-Gesellschaft hat vor einiger Zeit aus unterschiedlichen Quellen, insbesondere dem Staatsarchiv Bremen, eine Reihe von Unterlagen erhalten, aus denen die verwandtschaftlichen Verbindungen von Fritz Schumacher ersichtlich sind. Aus diesen Einzelinformationen haben wir das Konzept für einen Stammbaum der Familie Schumacher entwickelt.
Die folgenden Ausführungen enthalten dazu ergänzende Informationen, die aus dem Stammbaum allein nicht ersichtlich sind, jedoch hilfreich für das Verständnis der – z.T. recht komplizierten – verwandtschaftlichen Zusammenhänge sein können.

Fritz Schumacher ist nie verheiratet gewesen. Seine ebenfalls unverheirateten Schwestern Luise (gen. Sita) und Constanze (gen. Conny) haben ihm Jahrzehnte lang, bis zu seinem Tod, den Haushalt geführt.
Interessant für uns ist der Blick auf die Töchter seines um ein Jahr älteren Bruders Hermann, also auf die Nichten von Fritz Schumacher. Die ältere Nichte Edith war mit dem durch allerlei spektakuläre Aktionen in den 1960er Jahren bekannt gewordenen Schriftsteller und Journalisten Erich Kuby verheiratet. Aus einem Brief Schumachers wissen wir, dass dieser Ehe eine „lange und quälende Geschichte“ voraus gegangen war, da Erich sich „ziellos schriftstellerischen und musikalischen Neigungen überlassen“ hatte.
Schumachers jüngere Nichte Elisabeth war mit dem Physiker und Nobelpreisträger Werner Heisenberg verheiratet. Mit zwei der insgesamt sieben Kinder aus dieser Ehe haben wir während der Erstellung des Stammbaumes Kontakt gehabt: Mit Martin (geb.1940), Schumachers Rechtsnachfolger, und Jochen (geb.1939).
Von Jochen, der in den USA lebt, haben wir eine Liste zu Schumachers Vorfahren erhalten, die bis ins 16. Jahrhundert zurück reicht. Sie beginnt mit Gottfried Schumacher, geb.1450; Ältermann 1520; in den Bremer Senat gewählt 1524, dann aber „wegen Altersschwäche abgelehnt“. Der letzte Teil der Liste deckt sich mit den Angaben in unserem Stammbaum.

Eine intensive, lang andauernde verwandtschaftliche Verbindung bestand zwischen Fritz Schumacher und der Witwe seines „Halbonkels“ Albert Georg, Emmy Schumacher geb. Kottmeier. Albert Georg war der Sohn aus Hermann Alberts zweiter Ehe mit Amalie geb. Brass, während Fritz Schumacher, nur fünf Jahre jünger, ein Enkel ist, der auf die erste Ehe Hermann Alberts mit Johanne geb. Krüger zurück geht. Dazu liegt uns seit 2015 eine Sammlung von ca. 80 Briefen vor, die Schumacher zwischen 1927 und 1946 an Emmy geschrieben hat. Ursprünglich handelte es sich um einen Briefwechsel zwischen den beiden, von dem leider nur Schumachers Briefe erhalten sind. Unser Bremer Mitglied Dagmar Löbert hat diese Briefe mit erheblichem persönlichen Einsatz editiert, so dass wir heute einen recht guten Einblick in den privaten Alltag Schumachers haben. Besonders eindrucksvoll hat Schumacher darin seine letzten Lebensjahre – während des Krieges und der Nachkriegsjahre – beschrieben, die für ihn neben den zeitbedingten Belastungen und Einschränkungen durch schwere und schmerzhafte Krankheiten gekennzeichnet sind.
Friedrich, der zweite Sohn aus der Ehe von Albert Georg und Emmy Schumacher und Patenkind von Fritz Schumacher, hat in beruflicher Hinsicht die Familientradition weiter geführt: Er war Architekt und Dombaumeister in Bremen.

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