Ausstellungsprojekt „Die wachsende Stadt – Hamburg von 1814 – 1914“

Das Fritz-Schumacher-Institut arbeitet an einem neuen Ausstellungsprojekt für den Architektursommer 2018

Schirmherr der Ausstellung ist Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter

Mit dem geplanten Ausstellungsprojekt wird das Fritz-Schumacher-Institut wieder ein Epochenpanorama von Hamburg zeigen. Es geht um den Zeitraum von 1814 bis 1914, die entscheidende Transformationsphase Hamburgs auf dem Weg zur großstädtischen Metropole. Ein Blick auf den demografischen Wandel verdeutlicht das. Lebten nach dem Abzug der Franzosen im Stadtbereich ca. 60.000 Menschen so stieg die Zahl bis zum Ersten Weltkrieg auf ca. 1,1 Millionen.

Vor allem die zweite Epochenphase nach dem Großen Brand von 1842, die sog. Gründerzeit, war die dynamischste Phase, die Hamburg jemals erlebte. In der räumlichen Gestaltung, im Stadtbild mit der Modernisierung der Infrastruktur aber auch in Kultur und Lebensstil kam es zu Neuerungen, die Hamburg gravierend veränderten und bis heute prägen.

Bestimmend für die Stadtentwicklung und Stadtgestaltung waren in diesem Epoche neben Architekten vor allem Ingenieure und technische Beamte. Ihr großer Einfluss und ihre besondere Bedeutung bei Hamburgs Entwicklung auf dem Weg von der mittelalterlichen Stadt zu einer Großstadt, wird zu einem Schwerpunkt des neuen Projektes.

Wie entsteht die Großstadt Hamburg? Wie verändert sich das Stadtbild?
Was waren die Gründe für die dynamische Entwicklung Hamburgs und in welcher Form und Gestalt veränderte sich die Stadt in diesem 100jährigen Zeitraum?

Es sollen die Ursachen und Hintergründe erklärt und aufgezeigt werden, um das meistens nur partikulare vorhandene Wissen um Hamburgs Weg zur Großstadt zu vervollständigen. Thematisiert werden Ereignisse und Prozesse die ausschlaggebend Hamburgs Urbanisierungsprozess beeinflusst und geprägt haben.

Der Entwicklungspfad einer Stadt ist nur zum Teil vorgezeichnet. Das heutige Hamburg ist in seiner Erscheinung nicht selbstverständlich. Es gab in der Geschichte konkrete Entscheidungen und Ereignisse, die das Schicksal Hamburg in die eine oder andere Richtung gelenkt haben. So z. B. die Entscheidung 1862 von Wasserbaudirektor Dahlmann gegen einen Dockhafen, wie ihn London hatte, für einen offenen Tidehafen.

Vier einschneidende historische Ereignisse waren für die grundlegenden Veränderungen und die erheblichen Stadterweiterungen verantwortlich:
– der große Brand von 1842 und der planmäßige Wiederaufbau
– die Aufhebung der Torsperre; dadurch konnte der Entwicklungsdruck von den
Alt- und Neustadtbereichen auf die Vorstädte abgeleitet werden
– der Zollanschluss Hamburgs an das Deutsche Reich und als dessen Folge
der Bau der Speicherstadt
– die Choleraepidemie 1892 und die anschließenden Flächensanierungen in
der Alt- und Neustadt

Das Projekt wird durch eine umfangreiche, repräsentative Ausstellung und ebenfalls mit einem begleitenden Buch abgeschlossen.

Das Ausstellungsprojekt ist auf Fördermittel angewiesen! Für Förderer die das Projekt unterstützen möchten, ist ein Spendenkonto eingerichtet. Benachrichtigen Sie uns bitte und Sie erhalten die Bankverbindungsdaten!    

E-mail: institut@fritzschumacher.de

Abbildung zur Buchveröffentlichung …

Buchveröffentlichung: Die Reform der Großstadtkultur

Anläßlich der Ausstellung «Reform der Großstadtkultur – Das Lebenswerk Fritz Schumachers (1869-1947)», die bis 15. September 2013 im Kunsthaus Hamburg zu sehen ist, erscheint eine gleichnamige Veröffentlichung als Dokumentation.
Das mit zahlreichen Abbildungen versehene Buch gibt einen Überblick über das breite Schaffensfeld Fritz Schumachers.
In Redaktion von Dr. Dieter Schädel und Gisela Schädel und herausgegeben vom Fritz-Schumacher-Institut erschien die Schrift im Verlag der Fachbuchhandlung Sautter + Lackmann. (Das Buch ist leider bereits vergriffen)

Inhalt
Dirk Schubert
Vorwort
Seite 7

Hans-Günther Burkhardt
Fritz Schumacher, Reformer der Großstadtkultur
Seite 9

Dirk Schubert
Fritz Schumacher und die Regional- und Landesplanung in Hamburg
Seite 35

Hans-Günther Burkhardt
Schumachers Arbeit mit Konrad Adenauer in Köln
Seite 58

Klaus-Dieter Ebert
Das Hamburger Hochbauamt unter Fritz Schumacher von 1909 bis 1923
Seite 75

Thomas Völlmar
Ein Bauschaffen im Übergang zur Moderne Fritz Schumachers Architektur
Seite 89

Susanne Harth
Hamburgs Stadterweiterung
Die Kleinwohnungssiedlungen der 1920er Jahre
Seite 99

Jörg Seifert
„Das Eigentliche: das Gestalten“
Kunst, Technik und Soziales im Städtebau Fritz Schumachers
Seite 117

Thomas Völlmar
Inszenierte Räume
Seite 143

Jörg Beleites
Fritz Schumacher als Erzieher und zu Fragen der Erziehung
Seite 159

Maike Bruhns
Kunst an und in Hamburger Schumacher-Bauten
Seite 179

Werner H. Preuß
Ein deutscher Denker
Der Schriftsteller, Visionär und Theoretiker Fritz Schumacher
Seite 195

Adolf-Friedrich Holstein
Der Lebensweg Fritz Schumachers
Seite 207

Verlag
Fachbuchhandlung Sautter + Lackmann
Admiralitätstraße 71-72
20459 Hamburg
Tel: 040/373196

Bezugsadresse
Fritz-Schumacher-Institut
Postfach 130373
20103 Hamburg
Tel: 040 – 427 310 107
Fax: 040 – 427 310 254
E-Mail: institut[at]fritzschumacher.de

Bezugsadresse
im Buchhandel unter ISBN 9783889200693
(Das Buch ist bereits vergriffen)

Abbildung des Covers …

ISBN 978388920069

Umzug

Das Fritz-Schumacher-Institut ist nicht mehr an der Hochschule für bildende Künste ansässig.
Ab dem 2. April 2013 befindet sich das Institut in der City Nord im Gebäude der ehemaligen
HafenCity Universität Hamburg.

Die Haus-Anschrift lautet:
Fritz-Schumacher-Institut
Hebebrandstraße 1, Raum B 12
22297 Hamburg

Die neue Postanschrift lautet:
Fritz-Schumacher-Institut
Postfach 130373
20103 Hamburg

Telefon:
040 / 427 310 107

Fax:
040 / 427 310 254

Mail:
institut[at]fritzschumacher.de

Carl Ludwig Wimmel – Ein Hamburger Baumeister und seine Bauten

Schirmherrschaft: Frau Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeld

Als Stadtbaumeister und Architekt prägte Carl Ludwig Wimmel (1786-1845) einst das Hamburger Stadtbild. Während nur ein Bruchteil seiner Werke von Brand, Krieg und Abriss verschont blieb, sind viele seiner Baupläne und Zeichnungen erhalten. Das Fritz-Schumacher-Institut hat sie inventarisiert und veröffentlicht. Das Inventarverzeichnis wurde gefördert von der Peter Möhrle-Stiftung für Denkmalpflege, der Stiftung Denkmalpflege Hamburg, der Sutor-Stiftung und dem Verein für Hamburgische Geschichte.

Die Ausstellung zeigt Originalzeichnungen, Grafiken sowie Modelle von Entwürfen und Bauten des ersten Hamburger Baudirektors Carl Ludwig Wimmel.

Veranstalter: Fritz Schumacher Institut und Handelskammer Hamburg
Kuratoren: Dr. Dieter Schädel und Gisela Schädel
Idee, Konzept und Ausführung: Fritz-Schumacher-Institut
E-mail: institut@fritzschumacher.de

Die Ausstellung wurde gefördert durch die Sutor-Stiftung, die Hamburger Feuerkasse sowie durch das Bildarchivs des Denkmalschutzamtes Hamburg.

Ausstellungsort: Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1
vom 07. Juni bis 07. September 2012

www.hk24.de/kultur

Carl Ludwig Wimmel und seine Zeit

Ausstellung im Staatsarchiv Hamburg

In Zusammenarbeit mit dem Fritz-Schumacher-Institut zeigt das Staatsarchiv aus seinen reichhaltigen Beständen eine Auswahl von Wimmel-Bauplänen, ergänzt durch Zeichnungen und Abbildungen anderer Baumeister aus der Zeit zu Anfang des 19. Jahrhunderts.

Staatsarchiv Hamburg, Kattunbleiche 19
vom 11.06. bis 31.08.2012

Kontakt: Joachim Frank, Tel. 040/42831-3274

Vom Werden einer Großstadt – Hamburg von 1909 bis 2009

2009 wurde in Hamburg ein besonderes Jubiläum begangen, denn wir blickten zurück auf 100 Jahre, die seit 1909, dem Amtsantritt von Baudirektor Fritz Schumacher, Leiter des Hochbauamtes, vergangen waren.

Vor 100 Jahren, am 1. November 1909, trat Fritz Schumacher sein Amt als Leiter des Hochbauamtes der Hamburger Baudeputation an. Dieses 100jährige
Jubiläum ist der Anlass gewesen, die Ausstellung „Vom Werden einer Großstadt – Hamburg von 1909 bis 2009“ auszurichten.

Die Ausstellung betrachtete bedeutende Entwicklungszeiträume in Hamburgs städtebaulicher Vergangenheit. Am Anfang steht die Amtszeit Fritz Schumachers (1909-1933), des für Hamburg wohl wichtigsten Zeitabschnittes auf dem Weg zur Großstadt. Die Zeitabschnitte nach Schumacher betreffen den Beginn der Nazizeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges (1933-1945), die erste Nachkriegsphase des Wiederaufbaus (1945-1952) und die entscheidende Zeit des Neu- und Wiederaufbaus unter Oberbaudirektor Werner Hebebrand (1952-1964).
Danach kommen die Zeiten mit den großen Wohnungsbau-, Stadterneuerungs- und Verkehrsprojekten (1964 -1981) und der Rückbesinnung auf die urbane Stadt (1981-1999), sowie die Neuzeit (2000-2009), in der u. a. die HafenCity Gestalt annimmt.

Die Ausstellung war ein Dokument der Architektur- und Stadtentwicklungsgeschichte dieses 100jährigen Zeitraums. Sie knüpfte an, an die große Ausstellung „Von Wimmel bis Schumacher – Hamburger Stadtbaumeister
von 1841 bis 1933“ an, die, ebenfalls vom Fritz-Schumacher-Institut ausgerichtet, 2006 in Hamburg gezeigt wurde und große Beachtung fand.

Kuratoren: Dr. Dieter Schädel und Gisela Schädel
Idee, Konzept und Ausführung: Fritz-Schumacher-Institut

Ausstellung zum 60. Todestag von Fritz Schumacher

Fritz Schumacher (1869-1947)
Leiter des Hamburger Hochbauamtes von 1909-1933

Der 60. Todestag Fritz Schumachers am 05. 11. 2007 war geeignet, sich des Mannes intensiver anzunehmen, der Hamburg zu einer modernen Großstadt gemacht und ihr zugleich jenes charakteristische
Erscheinungsbild gegeben hat, von dem heute noch, trotz all der Zerstörungen der letzten 65 Jahre, das Wesentliche vorhanden ist.

Schumachers Werk war und ist keine „Hamburgensie“, sondern sein Werk ist von internationaler Bedeutung. Er genoss als Vertreter der Moderne nicht nur in Deutschland, sondern gerade auch im Ausland höchstes Ansehen. Schumacher ist kein vergessener Architekt, der neu entdeckt werden muss. Seine stadtplanerischen und architektonischen Leistungen zur Gestaltung und zum Erhalt des „Kunstwerkes Hamburg“ können nicht genug gewürdigt werden.

Die Hamburger Staatsbauten, die in den Jahren von 1909 bis 1933 entstanden sind, tragen die Handschrift Fritz Schumachers – im wahrsten Sinn, denn er hat fast alle selbst gezeichnet. So konnte er das Hamburger Stadtbild auf eine Weise prägen, die es seitdem nicht wieder gegeben hat.

Doch neben der Architektur waren für ihn der städtebauliche Zusammenhang und die Gestaltung des Stadtbildes von mindestens gleicher Bedeutung. Hier mag sein Einfluss auf die Gestaltung der Mönckebergstraße oder den Umbau des Rathausplatzes als Beispiel dienen.

Seine umfassende Betrachtungsweise und sein Einfluss auf die Hamburger Stadtentwicklung werden auch durch seine großartigen Leistungen in der Entwicklung der Hamburger Grünanlagen, wie z. B. bei seinen Planungen für den Hamburger Stadtpark deutlich.

Schumachers Tätigkeit in der Hamburger Bauverwaltung endete abrupt, als er im Jahre 1933 entlassen wurde. Bis zu seinem Tode im Jahre 1947 hat er im wesentlichen als Schriftsteller gewirkt und auf diese
Weise sein Gedankengut weiter gegeben. Seine Ideen beeinflussen noch heute Praxis, Lehre und Forschung in Deutschland.

Ausstellungsort: Diele im Hamburger Rathaus
Ausstellungsdauer: Januar bis Februar 2008
Kuratoren: Dr. Dieter Schädel und Gisela Schädel
E-mail: institut@fritzschumacher.de

Von Wimmel bis Schumacher – Hamburger Stadtbaumeister von 1841 bis 1933

Zum Hamburger Architektursommer 2016 wurde vom Fritz-Schumacher-Institut die große Ausstellung „Von Wimmel bis Schumacher – Hamburger Stadtbaumeister von 1841 bis 1933“ ausgerichtet.

Die Ausstellung gab einen Überblick über die Arbeiten von Karl-Ludwig Wimmel (1786-1845) dem ersten Hamburger Baudirektor, Carl Johann Christian Zimmermann (1831-1911), der als zweiter Baudirektor 36 Jahre lang das Hochbauamt in Hamburg leitete, Oberingenieur Franz Andreas Meyer (1837-1901), Leiter des Ingenieurwesens und Verantwortlicher für den Bau der Speicherstadt, Bauinspektor Albert Erbe (1868-1922) der zum Stellvertreter des Baudirektors aufstieg und sich Hoffnungen auf seine Nachfolge machte, sowie Fritz Schumacher (1869-1947), der tatsächlich die Nachfolge von Zimmermann antrat und 1933 als Oberbaudirektor von den Nationalsozialisten vom Amt suspendiert wurde.

Konzept und Exponate der Ausstellung

In fünf Stationen wurden die einzelnen Stadtbaumeister und die wichtigen Ergebnisse ihrer Amtszeit an Hand von Zeichnungen, Plänen, Photographien und Rekonstruktionen einzelnen Bauwerke im Modell vorgestellt. Bemerkenswert dabei ist es, dass bis auf die extra für die Ausstellung gebauten Modelle nur Originale gezeigt wurden. Große Exponate die teilweise Abmessungen bis zu 150 cm Seitenlänge erreichten wurden auf speziellen Vitrintischen ausgelegt.

Diverse kleine Ausstellungstücke, wie die silberne Mauerkelle und der Hammer mit dem Kaiser Wilhelm die Freihafenspeicherstadt 1888 eingeweihte, sowie wetvolle Veröffentlichungen oder erhaltene Lampen wurden in Schauvitrinen gezeigt.

Kuratoren: Dr. Dieter Schädel und Gisela Schädel
E-mail: institut@fritzschumacher.de