Backsteinstadt

Der Einsatz der Fritz-Schumacher-Gesellschaft für den Erhalt des Backsteins im Stadtbild Hamburgs führte zu einem entscheidenden Erfolg:
Nach dem 2008 formulierten Memorandum rief im Folgejahr der Oberbaudirektor Jörn Walter eine Arbeitsgruppe ein, der auch Prof. Burkhardt angehörte, die nun in öffentlicher Veranstaltung ihr positives Ergebnis präsentierte. Die Stadt ergreift Maßnahmen, um den durch nachträgliche, äußere Wärmedämmung eintretenden Verlust der für Hamburg so typischen roten Fassaden zu stoppen.

„Der Ziegel ist das rote Gold des Bauens. Die von Fritz Schumacher erbauten Stadtteile sind für mich mindestens so wertvoll wie die weißen Quartiere von Berlin“, zitiert das Hamburger Abendblatt den Architekten Bernhard Winking, und berichtet weiter von der Veranstaltung „Stadtdialog“ am 3. November 2010, wo unter dem Titel „Stadtgestalt und Klimaschutz“ die Ergebnisse zur Diskussion gestellt wurden. Mit einem Verein und finanziellen Anreizen soll der Erhalt des Stadtbilds sichergestellt werden.

„In der Praxis soll der Verein das angemessene Verfahren einer Fassadensanierung qualifiziert beurteilen. Auf Basis seiner Empfehlung wird dann im Einzelfall die Sanierung gefördert.“ erläuterte der Oberbaudirektor das Vorhaben.

Die Umweltbehörde plant ferner, die Förderung der Fassadensanierung zu erhöhen, wenn Rotklinker verwendet wird. „Wir denken daran, Klinker mit bis zu 50 Euro pro Quadratmeter zu fördern“, sagte Jörn Walter dem Abendblatt.

Die städtische Schrift „Handlungsempfehlungen zur Erhaltung der Backsteinstadt Hamburg“ erläutert die Ziele und steht zum Download im Internet bereit: http://klima.hamburg.de/

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