Hamburger
und Altonaer
Reformwohnungsbau
der 1920er Jahre

Fachtagung am 9./10. Mai 2019

Hamburger und Altonaer
Reformwohnungsbau
der 1920er Jahre

Vergleichende Perspektiven
von Modellen der Moderne

Veranstaltungen im Rahmen
des Jubiläums 100 Jahre Bauhaus
und des Hamburger Architektursommers 2019

Im Rahmen der Tagung soll die baukulturelle Vielfalt des Hamburger Reformwohnungsbaus nach 1918 beleuchtet und auf die Bauhausmoderne bezogen werden. Das „rote Hamburg“, das durch seine Backstein-Optik besticht, entfaltet lokal eine bedeutende Wirkungsmacht. Vor allem Oberbaudirektor Fritz Schumacher in Hamburg (1909-1933) und Stadtbaurat Gustav Oelsner – im preußischen Altona – (1924-1933) prägten bis zu ihren Zwangspensionierungen 1933 das Wohnungsbaugeschehen. Weitere Protagonisten dieses Reformwohnungs- und Siedlungsbaus in Hamburg und Altona sind Architekten wie Karl Schneider,
Friedrich Ostermeyer sowie die Gebrüder Frank. Da diese Bauten vielfach als „Hamburgensie“ abgetan werden, nden sie immer noch wenig Beachtung in einschlägigen Publikationen zur Moderne. Im Rahmen dieser Veranstaltungen werden exemplarische Architekturbeispiele der oben genannten Architekten herangezogen und mit den Strömungen der Bauhausmoderne verglichen. Des Weiteren werden Fragen der Zukunftsfähigkeit beispielhaften Wohnungsbaus der 1920er Jahre vorgestellt und diskutiert.

Termine

9. Mai 2019

10:00–16:00

Museum für Hamburgische Geschichte, Holstenwall 24, 20355 Hamburg
Anschließend Rundfahrt zu den Schumacher-Siedlungen Dulsberg und Jarrestadt

9:30
Begrüßung

9:50
Einführung

10:00
Zur Aktualität des Reformwohnungsbaus der 1920er Jahre

10:30
Berlin Welterbesiedlungen der 1920er Jahre zwischen Erhalt und Anpassung

11:30
Die Hamburger Moderne als Antwort auf Wohnungsmangel?

12:00
Klein aber mein? Jedenfalls „Mehr als Wohnen“
Gemeinnütziger Wohnungsbau in #Zürich

12:30
„Die Zelle, aus der sich der Leib der Großstadt aufbaut“
Das grüne Raumgefüge der Dulsberg-Siedlung

14:00
„Erziehung durch den Baumeister“
Fritz Schumachers Schulbauten in der Weimarer Republik.

14:30
Das neue Frankfurt
Archetyp der modernen Großstadt?

15:00
Reformwohnungsbau in den Niederlanden und Träume von der regionalen Stadt

15:30
Dulsberg – Die Erfindung des sozialen Wohnungsbaus 1918

16:00
Exkursion Jarrestadt Dulsberg

10. Mai 2019

10:00–18:00

Altonaer Museum, Museumstraße 23, 22765 Hamburg

10:00
Begrüßung

10:40
Archive, Institute, Hochschulen und Museen als Akteure des kulturellen Erbes

11:05
Gustav Oelsner in Breslau und Kattowitz
Im Spannungsfeld städtebaulicher Steigerung und Formensprache

11:30
Heimatplanung
Gustav Oelsners Architektur der Stadt in Altona und für die Türkei

13:15
Vom Stadtarchitekten Gustav Oelsner heute lernen

13:40
Der Volkspark in Altona
Ein Waldpark als städtebauliches Labor der Moderne

14:05
Die Siedlungs- und Gartenkultur der 1920er Jahre am Beispiel der Arbeiten von Leberecht Migge

15:15
Das Rote Wien
Experiment und Gesamtkunstwerk

15:40
Mieterschutz durch Vorkaufsrecht der Stadt
Das Beispiel Berlin-Neukölln

16:05
Was lernen wir aus Oelsners Planungspraxis heute?

16:45
Abschlussdiskussion

 

Begleitprogramm

Öffnung einer im Originalzustand restaurierten Wohnung in einem Wohngebäude von Gustav Oelsner in der Schützenstraße

Besichtigung der Ausstellung: „Schöner Wohnen in Altona“ im Altonaer Museum

Eröffnung einer Fotoausstellung: Andreas Feininger: Die Hamburger Gängeviertel. Galerie VisuleX, Loogestraße 6, 20249 Hamburg am 8. Mai 2019, 18.00 Uhr

weitere Information / Kontakt

Prof. Dr. Dirk Schubert (FSG) und Prof. Dr. Peter Michelis (GOeG)
Anmeldungen erbeten unter: reformwohnungsbau@hcu-hamburg.de

 


mit freundlicher Unterstützung durch

  1. Reinhard Wiese

    Schade, dass Sie den Neubau an der Oberschlesische Straße im Bild zeigen und die Frankschen Originale erst „in zweiter Reihe“

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